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Erstellt von Christian Baun

www.cray23.de

Letzte Änderung: 5.3.2001, 07:59:35 CET

 

Die Informationen auf dieser Seite beziehen sich auf eine Mandrake 7.1 Distribution. Sie sollten aber bis auf Ausnahmen auf alle anderen gängigen Distris übertragbar sein. Mandrake

 

Inhaltsverzeichnis

 

Bedenke: Nicht nur Calvin und Hobbes finden Notebooks unter Linux total fett!

Hardware:

333MHz Mobile Pentium II CPU 256 KB L2-Cache
14,1'' XGA TFT Display (1024 x 768)
128 MB RAM
6,4 GB Festplatte (Hitachi DK 228A-65)
24x CD-ROM (TEAC CD-244E)
Grafik: ATI-Rage Pro LT mit 4 MB Video RAM
Sound: ESS Maestro 2E PCI
Texas Instruments PCI-1225 CardBus Controller
hama RPTI EP401 10Mbps Netzwerkkarte
D-Link DE-660CT 10Mbps Netzwerkkarte
Gericom V.90 K56flex 56K Fax/Modem

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Sound

Um den ESS Maestro 2 zu betreiben gibt es mehrere Möglichkeiten:

Methode 1: Kommerzieller Treiber

Es existiert ein kommerzieller Treiber von 4Font Technologies, welcher den ESS Maestro 1/2/2E unterstützt. Dieser Treiber ist qualitativ sehr hochwertig und läßt sich ohne Probleme installieren. Wer erst einmal mit der kommerziellen Version von OSS gearbeitet hat, wird das grafische Installations- und Konfigurationtool zu schätzen wissen. Ausserdem unterstützt der Treiber alle Features des Maestro 2.

Wer den Treiber erst testen will, der sollte sich die Demoversion installieren. Diese hat leider nur eine Laufzeit von 3 Stunden Das genügt aber, um sich den Treiber genauer anzuschauen.

Der Preis der Vollversion liegt mit $30 noch im Rahmen des Erträglichen. Man kann sich das Geld aber auch sparen, indem man Methode 2 befolgt.

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Methode 2: OSS Linux Driver

Seit einiger Zeti existiert ein OSS Linux Treiber für den Maestro 2. Nachdem sich zuerst Alan Cox dieses Chips angenommen hatte, aber die Arbeit an einem Treiber aus Zeitmangel eingestellt hat, hat Zach Brown. diese Arbeit übernommen. Der Treiber läuft absolut zuverlässig und stabil, Alles nötige findet man auf: http://www.zabbo.net/maestro.

Der Treiber ist auch im Kernel seit Version 2.3.17 enthalten.

Am einfachsten macht man es sich, wenn man sich den neuesten Kernel auf ftp://ftp.kernel.org besorgt, und diesen mit folgenden Einstellungen kompiliert:

<*> Sound card support
<*> ESS Maestro, Maestro2, Maestro2E driver

Nachdem die Kernel Einstllungen abgespeichert wurden, kann mit folgender Befehlskette der Kernel erzeugt werden .

# make dep clean install modules modules_install

Nach der (erfolgreichen) Kompilierung ist der neue Kernel dann unter
"/usr/src/linux/arch/i386/boot/bzImage"
zu finden. Bei Fragen zur Kernel Kompilierung sei das Kernel HOWTO empfohlen.

Aktuelle News über den derzeitigen Kernelstand können bei folgenden Adressen eingeholt werden:

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Modem

Es gibt die Möglichkeit das Notebook mit einem internen Modem auszurüsten. Der Steckplatz dafür befindet sich unter der Tastatur. Dummerweise handelt es sich dabei um so ein sogenanntes Winmodem. Im Gegensatz zu einem richtigen Modem, welches mit eigener Hardware arbeitet, brauchen Winmodems die Software des Herstellers, um ihre Arbeit zu verrichten. Diese Software ist derzeit nur für Microsoft Windows verfügbar, und nur auf einem schnellen Pentium lauffähig. Derzeit werden diese Dinger glücklicherweise noch nicht unter Linux unterstützt.

Bei Bedarf an einem Modem sollte auf ein PCMCIA-Modem oder besser eine PCMCIA-ISDN Karte zurückgegriffen werden.

Informationen zum aktuellen Stand der Winmodemunterstützung unter Linux finden sich auf folgenden Seiten:

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PCMCIA

PCMCIA ist erst seit Kernel 2.3.17 Bestandteil des Linux Kernels. Diese Unterstützung war bis Kernel 2.4.0 aber noch äußerst rudimentär. Daher empfielt es sich entweder die allerneueste Version der PCMCIA Card Utilities zu besorgen, oder sich einen neuen Kernel selbst zu kompilieren. Informationen darüber befinden sich auf:

Zur Installation einfach das Sourcenpaket holen, und mit "tar -xvzf pcmcia-cs-3.x.xx.tar.gz" entpacken.

In dem nun entstandenen Verzeichnis als root folgende Kommandos ausführen:

  • # make configure
  • # make all
  • # make install
Eine PCMCIA-Netzwerkkarte, kann nun mit "# ifconfig" eingerichtet werden.

Das PCMCIA-Modem war auch kein Problem. Einfach reinstecken (Plug n' Play!), PPP in den Kernel laden, und dann die Einstellungen kompfortabel mit "# kppp" vornehmen.

Alles weitere sollte dann kein Problem mehr darstellen :-)

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XFree86

WICHTIG!!!: Achten Sie darauf daß Sie die XFree in Verbindung mit den Notebook nur in den vom Hersteller angegebenen Spezifikationen laufen lassen!!! Es ist durchaus möglich das Display und/oder den Grafikchip durch die Auswahl falscher Grafikmodi zu beschädigen, und auch zu zerstören! Es ist mir zwar noch nicht zu Ohren gekommen, das jemand das mit seinem Notebook geschafft hat, aber irgendwann ist ja immer das erste Mal.

Um den Rage LT Pro unter X11 zum laufen zu bekommen, gibt es mehrere Möglichkeiten

Methode 1: Kommerzieller Treiber

Wer sich nicht mit der Konfiguration von XFree86 rumschlagen will, der sollte sich den kommerziellen Accelerated-X Server von Xi Graphics mal anschauen. Wer an dem X-Server Interesse hat, ist mit der Demoversion erstmal gut beraten.

Einen Nachteil hat dieser X-Server jedoch. Accelerated-X für Notebooks schlägt mit $199.95 zu buche.

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Methode 2: XFree 4.0.2

Mandrake macht es einem Leicht. Einfach das mitgelieferte XFree 4.0 auf 4.0.2 upgraden, und schon hat man die Beste Option laufen. Da kann man wirklich nichts mehr falsch machen.

Noch ein kleiner Trick unter XFree 4.0.x, um eine Microsoft IntelliMouse Optical USB (mit Rad) und das Touchpad gleichzeitig zu betreiben:

In "/etc/X11/XF86Config-4"

folgende Stellen anpassen:

# **********************************************************************
# Pointer section
# **********************************************************************
 
Section "InputDevice"
    Identifier "Mouse1"
    Driver      "mouse"
    Option "Protocol"    "IMPS/2"
    Option "Device"      "/dev/mouse"
    Option "ZAxisMapping" "4 5"
EndSection
Section "InputDevice"
    Identifier "Mouse2"
    Driver      "mouse"
    Option "Protocol"    "PS/2"
    Option "Device"      "/dev/psaux"
    Option "ChordMiddle"
EndSection            

# **********************************************************************
# Screen sections
# ********************************************************************** 

Section "ServerLayout"
    Identifier "layout1"
    Screen     "screen1"
    InputDevice "Mouse1" "CorePointer"
    InputDevice "Mouse2" "SendCoreEvents"
    InputDevice "Keyboard1" "CoreKeyboard"
EndSection        

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Methode 3: VESA-Framebufferdevices

Da der Rage LT Pro zu den "VESA BIOS Extensions 2.0" kompatibel ist, ist es problemlos möglich die Grafikausgabe auf den VESA-Framebufferdevices auszugeben.

Dafür müssen im Kernel folgende Optionen aktiviert sein:

  Code maturity level options  --->

    [*] Prompt for development and/or incomplete code/drivers

und
  Console drivers  --->

    [*] Video mode selection support
    [*] Support for frame buffer devices (EXPERIMENTAL)
    [*] VESA VGA graphics console
Nach der Compilierung und Installation des Kernels, muß dann muß dann beim Reboot als Bootparameter "vga=792" angegeben werden.

Diese Option ergibt sich aus folgender Tabelle. Folglich steht das "vga=792" für True Color (24 Bit) mit einer Auflösung von 1024x768 Pixeln.

                            Auflösung in Pixeln
Farbtiefe        | 640x480  800x600  1024x768 1280x1024
-----------------+-------------------------------------
256        (8bit)|  769      771       773      775
32000     (15bit)|  784      787       790      793
65000     (16bit)|  785      788       791      794
16.7 Mill.(24bit)|  786      789       792      795
Es sollte vielleicht beachtet werden, daß bei dieser Stelle des Bootvorganges eine internationale Tastaturbelegung vorliegt. Kleiner Tip: Das "=" liegt auf der Taste links neben "Backspace".

Wenn nun alles geklappt hat, dann schaltet der Kernel sofort in den gewählten Grafikmodus um. In der linken oberen Ecke ist nun ein kleines Pinguin-Logo zu sehen. Dann ist alles gut gegangen ;-)

Nun bietet es sich natürlich an diese Option in der /etc/lilo.conf einzutragen, um nicht bei jedem Start diese Tipperei zu haben.

Im Folgenden ein kleiner Auszug aus der /etc/lilo.conf

image = /boot/bzImage
  root = /dev/hda2
  label = linux
  vga = 792                  
Nun sollte man sich eine evtl. vorhandene "/etc/XF86Config" mittels "mv /etc/XF86Config /etc/XF86Config.backup" sichern.

Danach kann eine /etc/XF86Config mit folgendem Inhalt angelegt werden:

# Anfang von /etc/XF86Config
Section "Files"
  RgbPath       "/usr/X11R6/lib/X11/rgb"
  FontPath      "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/75dpi:unscaled"
  FontPath      "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/100dpi:unscaled"
  FontPath      "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/Type1"
  FontPath      "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/URW"
  FontPath      "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/Speedo"
  FontPath      "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/misc"
  FontPath      "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/75dpi"
  FontPath      "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/100dpi"
  FontPath      "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/misc:unscaled"
EndSection

Section "ServerFlags"
  AllowMouseOpenFail
EndSection

Section "Module"
EndSection

Section "Keyboard"
  Protocol      "Standard"
  XkbRules      "xfree86"
  XkbModel      "pc104"
  XkbLayout     "de"
  XkbVariant    "nodeadkeys"
EndSection

Section "Pointer"
  Protocol              "PS/2"
  Device                "/dev/psaux"
  SampleRate            60
  BaudRate              1200
EndSection

Section "Monitor"       
  Identifier    "Primary-Monitor"
EndSection

Section "Device"
  Identifier    "fbdev"
  VendorName    "x"
  BoardName     "y"
EndSection

Section "Screen"  
  Driver        "fbdev"
  Device        "fbdev"
  Monitor       "Primary-Monitor"
#  SubSection "Display"
#    Depth       32
#    Modes       "default" 
#  EndSubSection
  SubSection "Display"
    Depth       24
    Modes       "default" 
  EndSubSection
#  SubSection "Display"
#    Depth       16
#    Modes       "default" 
#  EndSubSection
#  SubSection "Display"
#    Depth       15
#    Modes       "default" 
#  EndSubSection
#  SubSection "Display"
#    Depth       8
#    Modes       "default" 
#  EndSubSection
EndSection
# Ende von /etc/XF86Config
Wenn alles glatt gegangen ist, dann dürfte nun ein funktionstüchtiges X11 zur Verfügung stehen.

Natürlich ist aber auch möglich die Linux-Konsole mit Framebuffer laufen zu lassen, und X11 trozdem auf dem Mach64-X-Server aufzusetzen.

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USB

USB Support ist im stabilen Kernel ab Version 2.2.7 enthalten. Wirklich unproblematisch ist USB aber erst seit 2.4.0

Ich persönlich nutze eine Microsoft IntelliMouse Optical USB und einen Diamond RIO 500 MP3-Player unter Linux.

Um die Maus und den MP3-Player zum laufen zu bekommen, müssen im Kernel folgende Einstellungen gemacht werden:

<*> Input core support
<*> Mouse support
(1024) Horizontal screen resolution
(768) Vertical screen resolution
<M> Event interface support
<*> Support for USB
<*> Preliminary USB device filesystem
<*> UHCI Alternate Driver (JE) support
<*> USB HIDBP Mouse (basic) support
<M> USB Diamond Rio500 support (EXPERIMENTAL)
Informationen über USB unter Linux können auf folgender Seite gefunden werden:

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